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Pressestimmen

KRITIKEN „NEEDFUL MATTERS“

Der (...) über 20 Minuten andauernde Tanz von Harald Schulte konfrontiert die Betrachter mit einer von ihnen mehrheitlich wohl nie zuvor gesehenen Bewegungsform. Schockierend wirkt an diesem Tanz an diesem Ort weniger eine unüberbrückbare Fremdheit in den Beweg-Gründen des Tänzers und seiner Betrachter, als die Expressivität des individuellen Ausdrucks, den der Butoh-Tanz anstrebt und den hier Harald Schulte im jahrelang verriegelten Schaufenster, im zwar noch von Montanindustrie umgebenen aber zugleicht bereits weitgehend postindustriellen Bruckhausen für sich findet und für alle Bewohner dieses Ortes veröffentlicht – zu deren eigenen, Wort aber noch nicht körperlichen ausdruck gewordenen, ihr Leiden konstatierenden, aber (noch) nicht dagegen sich, wie der Körper des Tänzers, aufbäumenden Stimmen.
A. Jonak, C. Schoppe, S. Schroer: „Stand der Dinge, Bruckhausen“, 2006. Hrsg.: Theorie und Praxis

PRESSESTIMMEN „MIIR NI NARU MADE“

„Dem Psychogramm dieses Menschen Ausdruck zu verleihen, gelingt Schulte au f eindrucksvolle Weise. Die Eindringlichkeit, die die Performance dem Besucher vermittelt, liegt nicht zuletzt an der geschickt ausgewählten Musik. (...) Man bekommt das Gefühl, hier eher dem Gattungsspezifischen, der menschlichen Substanz, kurz: dem Klumpen Lehm in uns allen gegenüberzusitzen.
NRZ 7.02.2005

... Bis in die kleinste Geste durchinszenierte Bilder, Zeugnisse enormer Körperbeherrschung und die absolute Verschmelzung von Bewegung mit Musik. Schulte tanzt mit allen Körperteilen... ... bewegt sich Millimeter für Millimeter. Er liebkost, knetet, beißt und reißt am eigenen Fleisch... Am Ende posiert er als Rodins „Denker“, der am Höllentor über das Schicksal sinniert, und als schmerzgeplagter Laokoon, bevor er – wiederum mit bedächtiger Langsamkeit – Körperteil für Körperteil im Bühnenhintergund verschwindet. Die Zuschauer waren begeistert von diesem außergewöhnlichen Tanzabend und erwiesen dem Künstler mit langanhaltendem Applaus, „Super“- und „Bravo“-Rufen ihren Respekt.
WAZ 08.02.2005

PRESSESTIMMEN „WHITE LIGHT“

„Viel Applaus für kontrollierten Kontrollverlust“ - ... Wunderbar konzipiertes Stück ... Das Publikum bedankte sich für diese stimmige Inszenierung mit lang anhaltendem Applaus.
WAZ 17.09.2004

„Mit fremdartigen Tanzschritten winden sich die Tänzer über die Bühne. Ihre Körper bewegen sich anormal in alle Richtungen. Der Körper scheint außer Kontrolle geraten zu sein. Die menschliche Seele, die ihm sonst eigentlich inne wohnt und die Bewegungen kontrolliert, scheint diesen längst verlassen zu haben. Schulte setzt hier auf die Wirkung von verschiedenen Tanzstilen wie japanischem Butoh, Ballett oder afrikanischem Tanz, die seine Tänzer und er selbst gekonnt umsetzen. ... Doch trotz all der Grausamkeiten – es gefällt. Denn die einzelnen Sequenzen des Stücks setzt Schulte mit seinen Tänzern wirkungsvoll in Szene – in typischer Schultemanier: Auch hier dienen Stühle als Tanzpartner, ist der Tanzstil erfrischend fremdartig und es wird mit Videoprojektionen gearbeitet.
NRZ 20.09.2004

PRESSESTIMMEN „REIGEN“

„Joy Division also, deren Name in einem ironischem Verhältnis zu der Tatsache steht, dass Sänger Ian Curtis sich nach drei Jahren auf der Welle der Wave-Musik erhängte; mit Joy Division startet Harald Schulte seinen „Reigen“ und das trifft genau die Stimmung dieses Tanztheaterabends. Vorne herum geht es um Spaß, um Begehren und das zwanghafte Lächeln mit gebrochenem Herzen, aber hinter der ewigen guten Miene steckt ein böses, trauriges Spiel. Es ist ein gegenseitiges Brauchen und Wegwerfen, was die Compagnie Danse Automatique frei nach Schnitzler inszeniert. (...) Der Ringlokschuppen hat nun offenbar neben der Mark Sieczkarek Company ein zweites Hausensemble (...) Die teils surrealen Tanzszenen fließen und überzeugen, das Timing ist super und die szenischen Gags überraschen meist. Das Publikum spendet stehende Ovationen. Viele nette Einfälle und eine runde Ästhetik – man erwartet kaum mehr von einem Tanztheaterabend.
WAZ 18.10.2003

„Fliegende Gartenstühle, ein rollendes Sofa und mit CD’s bestickte Schürzen sind nur einige Requisiten des ungewöhnlichen Tanztheaters „Reigen“, inszeniert von Harald Schulte. (...) Anmutige Tanzschritte und unerwartete Aktionen der Darsteller reißen die Zuschauer aus den raren Momenten der Stille des Stücks. Der Stuhl wird zum Tanzpartner. Aber nur für wenige Minuten, denn ohne zu zögern, schmeißen die Tänzer die Stühle plötzlich durch die Luft. Musik, aber auch das Licht ... schaffen eine unvergessliche Atmosphäre. Doch nicht nur Gartenstühle, auch Federn, Popcorn und zerknüllte Bierdosen liegen am Ende auf der Bühne. Ein wahres Schlachtfeld, auf dem sich die Tänzer immer wieder auf die Suche nach der wahren Liebe begeben. ... Ein richtiges Paar findet sich nie. Ein Bäumchen Wechsel-Dich-Spiel wie es im Buche steht.
NRZ 18.10.2003

„Zu komisch, um tragisch zu sein, zu traurig, um lustig zu sein, zu schön, um hässlich zu sein, zu schlimm, um schön zu sein, bewegt sich die Inszenierung in einer Zwischenwelt zwischen Jetztzeit und Apocalypse“
Ankündigung Ringlokschuppen

„Die Sehnsucht nach Liebe, das ist die Hölle auf Erden. Sie treibt die Tänzer einander in die Arme, doch auf das Einanderfinden folgt das Wegwerfen des Anderen. Die Einsamkeit des Einzelnen beschwört eine Atmosphäre des Weltunterganges. Unter der Choreographie Harald Schultes entfaltet sich ein Panorama in Welt, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung hin- und herpendelt.
MW 27.02.2004

PRESSESTIMMEN TORITACHI / BRAINDEAD“

„Der Tanz um die Entdeckung der Fortbewegung“
Die Gelenke sind so verdreht als würden sie jeden Moment bersten. Und das Muskelspiel unter nackter Haut, die Bewegungsabläufe des ganzen Körpers hat Harald Schulte konzentriert unter Kontrolle. Was ebenso ausdrucksstark wie grotesk anmutet, nennt sich Butoh-Tanz. Es ist ein Tanz, der provozieren will, der sich auch um Tabu-Themen wie Krankheit und Tod dreht. Dabei sind es nicht die großen Gesten, die diesen Tanz ausmachen, sondern es ist die Suche und die Entdeckung der Fortbewegung.
Gebannt verfolgte das Publikum seine Performance mit dem weiß angemalten Körper im letzten Sommer nach einem Odysee-Konzert.
WAZ Mülheim 28.01.2003

„...Spannung und Entspannung, Kraft und Erschlaffung, Härte und Zartheit, Aufbäumen und Versinken, Leben und (fast) Tod – das sind die Elemente aus denen dieser bodenverhaftete Bewegungskanon entsteht. Schultes Solo mit winzigen Dehn- und Streckposen im Einklang mit Geräusch und Musik belegten die Butoh-Meditation....“ „viel Beifall eines sachverständigen Publikums.“
(WAZ Gelsenkirchen 01.12.2001)

„Ein begeistertes Publikum fand im vergangnen Jahr die Präsentation des ersten Teils des Tanzzyklus „Bodyfarm“ von Harald Schulte, in dem es um Tod und Vergänglichkeit ging und die Verwandlungen des Menschseins, die daraus resultieren. Mit „Big Silence“ bringt Schulte nun den 2. Teil des Zyklus auf die Bühne. Thema ist das Schweigen in Situationen, wo man keine Worte mehr findet. Wenn man nicht sprechen kann über die Schuld, das Sterben und den Tod. Jeder Atemzug, jede Geste wird zu einem Satz, wenn nichts mehr gesagt werden kann. Der Tod ist die große Stille. Eine Stille, die aus der Angst vor ihm entspringt. Das Schweigen, weil man selbst etwas Unsagbares getan hat. „Big Silence“ ist kein klassisches Butoh-Stück mehr, aber auch kein Tanztheater, zu sehr sind die Wurzeln des Butoh deutlich. Es ist ein Stück mit einer eigenen, faszinierenden Sprache.“
Bleckkirche 2002

„... tanzt Harald Schulte sein Butoh-Solo „Braindead“ aus dem Zyklus Bodyfarm. Bodyfarm hat den Tod und die körperliche Verwesung zum Thema. Zerfall ist allerdings nicht das Ende, sondern der Anfang einer neuen Form der Fortpflanzung. Grotesk surreal – mit dem tiefen Sinn, sich der Geschichte des Menschen über den Tod hinaus bewusst zu sein.“
(Bleckkirche 2001)

Auf der Drehscheibe hat Harald Schulte beim Ruhrsommer mit seinen Butoh-Tanzperformances für Furore gesorgt. Provozierendes Tanztheater von niederschmetternder Intensität.
WAZ Mülheim 30.01.2003

PRESSESTIMMEN „TOSTERASTA“

„Die Fragen der menschlichen Existenz“
Wann sind Existenzen gefährdet, wo drohen sie sich aufzulösen, wie lassen sie sich aufrecht erhalten? Harald Schulte, Florentine Schara, Leandro Kees, Eileen Bohorguez und Isabell Heinser spielen ihre Körper, sie krümmen sich auf dem Boden, recken die Hände in den schwarzen Himmel, mal sind sie eine Einheit, mal ineinander zerrissen. Es gibt eine Szene in „Tosterasta“, da balanciert Harald Schulte minutenlang auf den Zehenspitzen, am Rande des Abgrunds. Die drei Tänzerinnen haben ihm den Rücken zugewandt. Dann geht Schulte zurück in den Raum. Und schreitet auf einmal vorne heraus aus der Szenerie. Er geht aufrecht. Seine Schritte nur hallen noch nach.
WAZ 17.08.2006

„Tosterasta ist ein Stück, dass man mit allen Sinn aufnehmen muss. (...) Hier werden dem Zuschauer Facetten des Lebens präsentiert. Bilder, die er kennt. Er beginnt nachzudenken....“ "Ich denk mir manchmal ein verständliches Leben", heißt es in einer Gedichtzeile Bodacks. Die Compagnie Danse Automatique unter der Regie Moritz Pankoks und der choreographischen Leitung Harald Schultes gibt keine endgültige Antwort auf dieses Problem, aber sie macht die Zuschauer aufmerksam und neugierig. Auf ihr eigenes Leben
NRZ 13.09.2006

Bewegliches Innenleben im geheimen Raum
Die Körper: biegsam und flexibel. (...) wild schubsen sich die Tänzer, mal strecken sie Arme nach vorne, rollen den Kopf und krümmen ihren Körper bis zur Verzerrung. Die Musik wechselt von fröhlichem Vogelzwitschern in tiefe Bässe, sie sinken in sich zusammen und richten sich wieder auf, Spannungen entladen sich in Bewegungen. Ein aufgewühltes Innenleben, in diesem Kasten. Genau wie das des Künstlers. Die Zuschauer danken es mit rauschendem Applaus.
01.09.2006 WAZ

Tanztheater in der Welt des Dichters
Fünf Tänzer, ein Bühnenbildner, ein Komponist und ein Musiker erforschen bei der Premiere von "Tosterasta - The Secret Room" Leben und Werk des Autors. Sie präsentieren ihre Sichtweisen in Bildern bewegter Auseinandersetzung auf der Bühne. Der Binnenraum des Künstlers ist voll von kraftvoller Poesie, Bildern von verstörender Schönheit und dunkelsten Momenten - und voll von der Schwierigkeit, sich mitzuteilen und verstanden zu werden. Doch im Gegensatz zum kurzen Leben des Dichters schreit hier alles nach einem Leben um jeden Preis.
30.08.2006 WAZ