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Butoh

In Zeiten, in welchen Tanz mehr und mehr nach der technischen Perfektion, virtuosen und schönen Bewegungen sucht und zunehmend nur für junge und sehr gesunde Tänzer zugänglich wird, scheint Butoh einen massiven Kontrast darzustellen.

Statt Raum und Zeit durch räumliche und rhythmische Muster zu besetzten, sucht Butoh eher danach, im Betrachter ein Gefühl von Zeit und Raum zu erzeugen, indem Bewegungen minimiert und versteckt werden, indem die Suche in den Binnenraum des Tänzers statt in seine Äußerlichkeit geht und indem jede Sicherheit auch dadurch zerstört wird, dass optische Kontraste reduziert werden (z. B. durch weiße Körperschminke).

Butoh verweigert sich sogar jeder Definition: „In den Augenblick, wo du Butoh definieren kannst, ist es bereits kein Butoh mehr“. Tatsumi Hijikata
Dieser Ansatz wirft den Betrachter auf sich selbst zurück mit seinen bzw. ihren eigenen Assoziationen und Abgründen. Auch aus diesem Grund wird Butoh oft als „Tanz der Dunkelheit“ bezeichnet.

Aus den beschriebenen Gründen gibt es viele Parallelen zwischen Butoh und der Idee des „Danse automatique“. Tatsächlich kann ich nicht sagen, ob mich die Begegnung mit Butoh zu dieser Idee geführt hat oder ob aufgrund dieser Idee Butoh für mich so attraktiv ist. Als Resultat aus dieser Nähe werden jedenfalls viele meiner Stücke, isb. die Solos, als Butoh kategorisiert.